Schwerpunkt Gymnastik

   5. November 2012   Keine Kommentare zu Schwerpunkt Gymnastik

Bei unserer Gymnastik machen wir gute Fortschritte. Vor allem auf der linken Hand, seiner hohlen Seite, tut er sich mit Stellung und Biegung leicht. Ich nutze diese Leichtigkeit damit wir zusammen positive Ergebnisse erzielen. Lob motiviert ihn sehr und ich möchte ja dass er weiterhin freudig mitarbeitet. So gelingen uns das Schulterherein und das Konterschulterherein schon recht flüssig. Wir wechseln dabei zwischen zwei und drei Hufschlägen.

Auf der rechten Hand tut er sich wesentlich leichter wenn er in Konterstellung läuft, ich ihn also von seiner linken Seite von mir weg biege. Zwar schnappt er schon mal spielerisch nach dem Zügel aber da er gleich den Kopf in Erwartung einer Strafe verreißt belasse ich es bei einem deutlichen „Nein“.

Das Antraben auf Stimmkommando haben wir derweil im Gelände geübt, was schon recht schön von ihm verstanden wurde. Ich möchte ungern das Tempo durch Gerteneinsatz an der Hand erreichen. Ziel ist ja eine möglichst leichte fast unsichtbare Hilfestellung zu erreichen. Das Touchieren mit Peitsche oder Gerte ist aus meiner Sicht die stärkste und damit letzte Stufe der Hilfengebung.

Momentan ist er etwas abgelenkt weil Fine hochgradig rossig ist und die beiden, die eh unzertrennlich sind können momentan gar nicht voneinander lassen und sind schrecklich verliebt :-).

Wir werden die Gymnastik weiter vertiefen und nun das langsame Traben an der Hand üben, dabei werde ich den Zirkel für ihn außen begrenzen um das Ausschweren der Hinterhand in den Griff zu bekommen.

Mein Fazit nach knapp 2 Monaten unregelmäßiger Arbeit mit ihm: er ist wirklich ein supertollen Pferd! Eine Besucherin sagte vor ein paar Tagen „Was für schöne sanfte Augen dieses Pferd hat!“ Ja, die hat er ;-). Er ist wirklich sehr offen, freundlich interessiert und lernbegierig. Er freut sich über jede Aufmerksamkeit und lernt unglaublich schnell. Er ist ein unglaubliches Geschenk und macht uns wirklich jeden Tag Freude!!! Seine anfängliche Schreckhaftigkeit verliert er Stück für Stück je mehr Erfahrungen und Vertrauen wir zueinander haben. Ich bin da immer sehr bemüht mich als verlässlicher Partner zu erweisen. Meines Erachtens reagiert er aggressiv oder bockig wenn er körperlich an seine Grenzen kommt, wie beim Traben auf dem Zirkel oder wenn er etwas nicht versteht, also mental oder physisch überfordert ist.

Von seiner Seite aus könnte ich sicher auch schneller vorgehen ;-). Aber da ich zur Zeit 3 Pferde bespaße ist die Zeit doch begrenzt. Mit Putzen und allem brauche im momentan 1,5 bis 2 Stunden pro Pferde. Und ehrlich gesagt brauche ich persönlich nach jedem Pferd egal was ich mache eine Pause um mich umstellen zu können. Keine Ahnung wie das die Profis machen …

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